Mehr politische Bildung: Diskussionen sollen Schule machen!

Flächendeckende und jährliche Podiumsdiskussionen in Schulen steigern die (Wahl)Beteiligung junger Menschen, sind sich die politischen Jugendorganisationen, Schülervertretungen und LJB-Mitgliedsorganisationen einig!

 

Die politische und demokratische Bildung junger Menschen ist einer der wichtigsten Aufgabenbereiche der Steirischen Jugendverbände. Dies wird in den Verbänden gelebt und in Form von verschiedenen Aktivitäten vermittelt. Die Jugendlichen eignen sich derart Wissen an – und setzen dieses auch beim ersten eigenen politischen Engagement ein.

Daher möchten wir am Ball bleiben: Zum einen bekräftigen wir unsere Forderung nach einer Etablierung von politischer Bildung als Unterrichtsfach ab der fünften Stufe. Zum anderen möchten wir Sie dazu aufrufen, das Angebot an politischen Debatten an Schulen zu erweitern. Denn wir sind überzeugt: Regelmäßige und flächendeckende Podiumsdiskussionen steigern die Wahlbeteiligung und generell die Partizipation am politischen Geschehen!

In der Vergangenheit hat sich dieses Angebot bestens bewährt: Vor allem die Steirische Schülervertretung organisierte – auf ausschließlich ehrenamtlicher Basis – solche Veranstaltungen. Jung- bzw. ErstwählerInnen konnten sich im Rahmen dieser Podiumsdiskussionen mit VertreterInnen der Parteien ein (erstes) Bild verschaffen –  und viele SchülerInnen fragten nach, vertraten ihre Meinung, engagierten sich im Kreise ihrer MitschülerInnen.

Was braucht es zur Etablierung von regelmäßigen Podiumsdiskussionen an Schulen?

1.)    Ein klares Bekenntnis und einen entsprechenden Auftrag der Steirischen Landespolitik, der unter anderem an die Schulen ergeht – sowie im Idealfall eine adäquate gesetzliche Verankerung.

2.)    In Höheren Schulen sollten ab der neunten Stufe mindestens einmal jährlich solche politischen Diskussionsrunden stattfinden, an Berufsschulen einmal je Turnus.

3.)    (Zeit)Ressourcen und eine fixe Koordinationsstelle für die Abwicklung der Veranstaltungen wären notwendig.

Wie sollten regelmäßige Podiumsdiskussionen veranstaltet werden? Und von wem?

1.)    Im Idealfall werden alle PolitikerInnen mindestens vier Wochen zuvor eingeladen.

2.)    Die Podiumsdiskussion selbst sollte zwei Schulstunden dauern und in den Klassen vor- sowie nachbereitet werden.

3.)    Als „Veranstalter“ könnte beispielsweise der Landesschulrat gemeinsam mit der Landesschülervertretung agieren.

Die steirischen Jugendverbände:
Landesschülervertretung, Progress, Schülerunion,
Junge Grüne, Junge Volkspartei, Kommunistische Jugend, Ring Freiheitlicher Jugend, Sozialistische Jugend,
Alpenvereinsjugend, Evangelische Jugend, Gewerkschaftsjugend, Junge Europäische Föderalisten, Katholische Jungschar, Katholische Jugend, Kinderland, Kinderfreunde, Kolpingjugend, Landjugend, Mittelschüler-Verband, Naturfreundejugend, Naturschutzjugend, PfadfinderInnen, Trachtenjugend,
AFS – Austauschprogramme für Interkulturelles Lernen, Rotkreuz-Jugend, Sportunion
(einstimmig beschlossen am 10. Februar 2015)